Protokolle des Bayerischen Staatsrates 1799 bis 1817 //

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Dank für kritische Anmerkungen bei der Erstellung der Seiten: Thomas Berger, Alexandra Gobrecht, Dr. Esteban Mauerer, Anne Munding, Dr. Maria Schimke, Tobias Schröter-Karin, Tobias Steiner.

Inhaltsverzeichnis

Seiten

Personenverzeichnis

Orts- und Sachverzeichnis

Quellen- und Literaturverzeichnis

«Nr. 101: Protokoll der Geheimen Staatskonferenz vom 24. Juli 1801»

BayHStA Staatsrat 3, Nr. 10 4 Seiten. Unterschrift des Kurfürsten; Protokoll: Kobell.

Anwesend: Kurfürst Maximilian Joseph, Hzg. Wilhelm; Montgelas, Morawitzky, Hertling.

[MA] 1. Montgelas legt das Protokoll der Sitzungen des Staatsrats vom 22. Juli 1801 vor und holt die Genehmigung durch den Kurfürsten ein.

[383] 2. Abweisung von Gesuchen des Johann Göhler bzw. des Anton Knoll um Entlassung naher Angehöriger aus der Zuchthaushaft in Mannheim.

3. Abweisung eines Gnadengesuchs für den zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe verurteilten Andreas Drill.

4. Geldforderungen an das Königreich Spanien

Wegen ausstehender Geldforderungen Bayerns an den spanischen Hof schlägt Montgelas vor, der Gesandte in Paris, Cetto, solle vertrauliche Gespräche über eine mögliche Geltendmachung mit dem bevollmächtigten Minister Spaniens in Paris führen.

{2v} 4. Nach Ableßung eines ausführlichen, actenmäßigen Vortrags über die Geschichte und Begründung der baierischen Forderungen an den königlich Spanischen Hof machte der Churfürstliche Geheime Staats und Conferenz Minister Freiherr von Montjelas den Antrag, eine Abschrift dieses Vortrages dem churfürstlichen Gesandten in Paris, Geheimen Rathen Cetto, zuzusenden und ihme aufzutragen, wegen diesem Gegenstande sich mit dem spanischen Minister in Paris, Chevalier D’Azzara, verträülich zu benehmen, ihn auf jene Geßinnungen, welche er diesfalls unter der vorigen Regierung geäüßeret, mit dem Bemerken ruckzuführen, daß Seine Churfürstliche Durchleucht wünschten, ihn noch eben so vortheilhaft als damahls gestimmet finden, und sich zu bemühen, von dem Chevalier D’Azzara zu erfahren, auf welche Art er glaube, daß diese Sache am besten eingeleitet und am schnelsten beendiget werden könte, sohin hierüber und seine sonstige zweckmäßig glaubende Vorschläge seinen umständlichen Bericht zu erstatten, damit alsdann die erforderliche weitere Einleitungen getroffen werden, zugleich dem Hauß und Staats Archiv den Auftrag zu geben, die in dem Vortrag in Bezug auf diese Forderung angezeigte Acten nachzusuchen und bereit zu halten, damit das auswärtige Ministerial-Département solche benuzen könne.

Dieser Antrag erhielt die höchste Genehmigung Seiner Churfürstlichen Durchleucht.

5. Der bevollmächtigte Minister Bayerns in Berlin, Posch, solle Erkundigungen einziehen, ob die preußische Regierung beabsichtige, demnächst die Rückforderung eines Darlehens von 1.275.000 Reichstalern, das 1788 Herzog Karl III. August von Zweibrücken gewährt worden war, zu betreiben. Wegen der hypothekarischen Sicherung von Tilgung und Zinszahlung »auf sämtliche Besizungen des pfalzbaierischen Haußes« bestehe die Gefahr, daß Berlin im Fall der Nicht-Bedienung der Forderungen versuchen werde, sich an Besitzstücken des Herzogtums Berg, des Herzogtums Neuburg oder der Oberpfalz schadlos zu halten.

[MF] 6. Verpachtung des Jagdreviers Röchlingen an die Herzoginwitwe Maria Amalia von Zweibrücken.

[MGeistl] 7. Verleihung des Charakters eines Geistlichen Rats an den Benefiziaten Ferdinand Käpler.

Der Überblick enthält nur vom Editor besonders hervorgehobene Punkte und dessen Zusammenfassung dazu.

«Nr. 101: Protokoll der Geheimen Staatskonferenz vom 24. Juli 1801»

[...]

[MA] 1. Montgelas legt das Protokoll der Sitzungen des Staatsrats vom 22. Juli 1801 vor und holt die Genehmigung durch den Kurfürsten ein.

[383] 2. Abweisung von Gesuchen des Johann Göhler bzw. des Anton Knoll um Entlassung naher Angehöriger aus der Zuchthaushaft in Mannheim.

3. Abweisung eines Gnadengesuchs für den zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe verurteilten Andreas Drill.

4. Geldforderungen an das Königreich Spanien

Wegen ausstehender Geldforderungen Bayerns an den spanischen Hof schlägt Montgelas vor, der Gesandte in Paris, Cetto, solle vertrauliche Gespräche über eine mögliche Geltendmachung mit dem bevollmächtigten Minister Spaniens in Paris führen.

[...]

5. Der bevollmächtigte Minister Bayerns in Berlin, Posch, solle Erkundigungen einziehen, ob die preußische Regierung beabsichtige, demnächst die Rückforderung eines Darlehens von 1.275.000 Reichstalern, das 1788 Herzog Karl III. August von Zweibrücken gewährt worden war, zu betreiben. Wegen der hypothekarischen Sicherung von Tilgung und Zinszahlung »auf sämtliche Besizungen des pfalzbaierischen Haußes« bestehe die Gefahr, daß Berlin im Fall der Nicht-Bedienung der Forderungen versuchen werde, sich an Besitzstücken des Herzogtums Berg, des Herzogtums Neuburg oder der Oberpfalz schadlos zu halten.

[MF] 6. Verpachtung des Jagdreviers Röchlingen an die Herzoginwitwe Maria Amalia von Zweibrücken.

[MGeistl] 7. Verleihung des Charakters eines Geistlichen Rats an den Benefiziaten Ferdinand Käpler.

Der Quellentext präsentiert die wörtlichen Passagen der Quellen, ohne Kommentar und Einschübe des Editors.

Nr. 101: Protokoll der Geheimen Staatskonferenz vom 24. Juli 1801 [...]

{2v} 4. Nach Ableßung eines ausführlichen, actenmäßigen Vortrags über die Geschichte und Begründung der baierischen Forderungen an den königlich Spanischen Hof machte der Churfürstliche Geheime Staats und Conferenz Minister Freiherr von Montjelas den Antrag, eine Abschrift dieses Vortrages dem churfürstlichen Gesandten in Paris, Geheimen Rathen Cetto, zuzusenden und ihme aufzutragen, wegen diesem Gegenstande sich mit dem spanischen Minister in Paris, Chevalier D’Azzara, verträülich zu benehmen, ihn auf jene Geßinnungen, welche er diesfalls unter der vorigen Regierung geäüßeret, mit dem Bemerken ruckzuführen, daß Seine Churfürstliche Durchleucht wünschten, ihn noch eben so vortheilhaft als damahls gestimmet finden, und sich zu bemühen, von dem Chevalier D’Azzara zu erfahren, auf welche Art er glaube, daß diese Sache am besten eingeleitet und am schnelsten beendiget werden könte, sohin hierüber und seine sonstige zweckmäßig glaubende Vorschläge seinen umständlichen Bericht zu erstatten, damit alsdann die erforderliche weitere Einleitungen getroffen werden, zugleich dem Hauß und Staats Archiv den Auftrag zu geben, die in dem Vortrag in Bezug auf diese Forderung angezeigte Acten nachzusuchen und bereit zu halten, damit das auswärtige Ministerial-Département solche benuzen könne.

Dieser Antrag erhielt die höchste Genehmigung Seiner Churfürstlichen Durchleucht.

[...]

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Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

Registereinträge die auf die Seiten dieses Dokuments verweisen.

Orte und Sachen.

Literatur.

Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

«Nr. 101: Protokoll der Geheimen Staatskonferenz vom 24. Juli 1801»

BayHStA Staatsrat 3, Nr. 10 4 Seiten. Unterschrift des Kurfürsten; Protokoll: Kobell.

Anwesend: Kurfürst Maximilian Joseph, Hzg. Wilhelm; Montgelas, Morawitzky, Hertling.

[MA] 1. Montgelas legt das Protokoll der Sitzungen des Staatsrats vom 22. Juli 1801 vor und holt die Genehmigung durch den Kurfürsten ein.

[383] 2. Abweisung von Gesuchen des Johann Göhler bzw. des Anton Knoll um Entlassung naher Angehöriger aus der Zuchthaushaft in Mannheim.

3. Abweisung eines Gnadengesuchs für den zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe verurteilten Andreas Drill.

4. Geldforderungen an das Königreich Spanien

Wegen ausstehender Geldforderungen Bayerns an den spanischen Hof schlägt Montgelas vor, der Gesandte in Paris, Cetto, solle vertrauliche Gespräche über eine mögliche Geltendmachung mit dem bevollmächtigten Minister Spaniens in Paris führen.

{2v} 4. Nach Ableßung eines ausführlichen, actenmäßigen Vortrags über die Geschichte und Begründung der baierischen Forderungen an den königlich Spanischen Hof machte der Churfürstliche Geheime Staats und Conferenz Minister Freiherr von Montjelas den Antrag, eine Abschrift dieses Vortrages dem churfürstlichen Gesandten in Paris, Geheimen Rathen Cetto, zuzusenden und ihme aufzutragen, wegen diesem Gegenstande sich mit dem spanischen Minister in Paris, Chevalier D’Azzara, verträülich zu benehmen, ihn auf jene Geßinnungen, welche er diesfalls unter der vorigen Regierung geäüßeret, mit dem Bemerken ruckzuführen, daß Seine Churfürstliche Durchleucht wünschten, ihn noch eben so vortheilhaft als damahls gestimmet finden, und sich zu bemühen, von dem Chevalier D’Azzara zu erfahren, auf welche Art er glaube, daß diese Sache am besten eingeleitet und am schnelsten beendiget werden könte, sohin hierüber und seine sonstige zweckmäßig glaubende Vorschläge seinen umständlichen Bericht zu erstatten, damit alsdann die erforderliche weitere Einleitungen getroffen werden, zugleich dem Hauß und Staats Archiv den Auftrag zu geben, die in dem Vortrag in Bezug auf diese Forderung angezeigte Acten nachzusuchen und bereit zu halten, damit das auswärtige Ministerial-Département solche benuzen könne.

Dieser Antrag erhielt die höchste Genehmigung Seiner Churfürstlichen Durchleucht.

5. Der bevollmächtigte Minister Bayerns in Berlin, Posch, solle Erkundigungen einziehen, ob die preußische Regierung beabsichtige, demnächst die Rückforderung eines Darlehens von 1.275.000 Reichstalern, das 1788 Herzog Karl III. August von Zweibrücken gewährt worden war, zu betreiben. Wegen der hypothekarischen Sicherung von Tilgung und Zinszahlung »auf sämtliche Besizungen des pfalzbaierischen Haußes« bestehe die Gefahr, daß Berlin im Fall der Nicht-Bedienung der Forderungen versuchen werde, sich an Besitzstücken des Herzogtums Berg, des Herzogtums Neuburg oder der Oberpfalz schadlos zu halten.

[MF] 6. Verpachtung des Jagdreviers Röchlingen an die Herzoginwitwe Maria Amalia von Zweibrücken.

[MGeistl] 7. Verleihung des Charakters eines Geistlichen Rats an den Benefiziaten Ferdinand Käpler.