Protokolle des Bayerischen Staatsrates 1799 bis 1817 // Band 1: 1799-1801 // Nr. 112: Protokoll der Geheimen Staatskonferenz vom 5. September 1801

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GND-Abgleich: Dank an Ursula Huber.

Dank für kritische Anmerkungen bei der Erstellung der Seiten: Thomas Berger, Alexandra Gobrecht, Dr. Esteban Mauerer, Anne Munding, Dr. Maria Schimke, Tobias Schröter-Karin, Tobias Steiner.

Inhaltsverzeichnis

Seiten

Personenverzeichnis

Orts- und Sachverzeichnis

Quellen- und Literaturverzeichnis

«Nr. 112: Protokoll der Geheimen Staatskonferenz vom 5. September 1801»

BayHStA Staatsrat 3, Nr. 15 3 Seiten. Unterschrift des Kurfürsten; Protokoll: Kobell.

Anwesend: Kurfürst Maximilian Joseph, Hzg. Wilhelm; Montgelas, Morawitzky, Hertling.

[MA] 1. Montgelas legt das Protokoll der Staatsrats-Sitzung vom 2. September vor, das der Kurfürst genehmigt.

2. Montgelas berichtet über die Gespräche, die er gemäß Beschluß der Staatskonferenz408 mit Friedrich Graf von Vieregg geführt habe. Vieregg weigere sich weiterhin, die ihm tauschweise angebotene Gnadenkommende Schierling (Krs. Regensburg) zu übernehmen. Vieregg solle nun durch kurfürstliches Reskript noch einmal aufgefordert werden, sich innerhalb von vier Tagen in dieser Sache verbindlich zu erklären. Im entsprechenden Fall sei dann nach den bereits gefaßten Beschlüssen weiter zu verfahren.

[416] 3. Stellung der neuen Militärgremien im Geschäftsgang der Landesadministration

Montgelas berichtet über die zwischenzeitlich ausgehandelte409 Klärung der Stellung der neuen Ratsgremien des Militär-Departements (Kriegs-Justizrat bzw. Kriegs-Ökonomierat) im Geschäftsgang der Zentral- und Landesbehörden.

{2v} 3. Der Churfürstliche Geheime Staats und Conferenz Minister Freiherr von Montjelas eröffnete, daß der Conferenz Schluß vom 14. vorigen Monats wegen dem Verhältnüß der Militär mit den Civil-Stellen durch das Benehmen mit den beyden {3r} Directoren von Kraus und Hansen erfüllet worden, und nur noch zu bestimmen übrig bleibe, wie die Ministerial Départements mit dem Militär Justiz und Oeconomie Rath sich zu benehmen haben. Nach seiner Meynung könte dieses, so wie bey dem ehemahligen Oberkriegs Collegio, durch Rescripten um so mehr erreichet werden, als tit. von Hansen und Kraus sich bereit erkläret, mit den Landes Collegien nach dem Beyspiele des Oberkriegs Collegii mittels Communicaten und denen untergeordneten Beamten mittels Signatur zu correspondiren.

Nach diesem Vorschlage sollen die Ministerial Départements an die Militär Justiz und Oeconomie Räthe Rescripten erlaßen, wenn sie in dem Falle sind, von diesen eine Auskunft zu erforderen oder ihnen etwas bekant zu machen.

Der Überblick enthält nur vom Editor besonders hervorgehobene Punkte und dessen Zusammenfassung dazu.

«Nr. 112: Protokoll der Geheimen Staatskonferenz vom 5. September 1801»

[...]

[MA] 1. Montgelas legt das Protokoll der Staatsrats-Sitzung vom 2. September vor, das der Kurfürst genehmigt.

2. Montgelas berichtet über die Gespräche, die er gemäß Beschluß der Staatskonferenz408 mit Friedrich Graf von Vieregg geführt habe. Vieregg weigere sich weiterhin, die ihm tauschweise angebotene Gnadenkommende Schierling (Krs. Regensburg) zu übernehmen. Vieregg solle nun durch kurfürstliches Reskript noch einmal aufgefordert werden, sich innerhalb von vier Tagen in dieser Sache verbindlich zu erklären. Im entsprechenden Fall sei dann nach den bereits gefaßten Beschlüssen weiter zu verfahren.

[416] 3. Stellung der neuen Militärgremien im Geschäftsgang der Landesadministration

Montgelas berichtet über die zwischenzeitlich ausgehandelte409 Klärung der Stellung der neuen Ratsgremien des Militär-Departements (Kriegs-Justizrat bzw. Kriegs-Ökonomierat) im Geschäftsgang der Zentral- und Landesbehörden.

[...]

Der Quellentext präsentiert die wörtlichen Passagen der Quellen, ohne Kommentar und Einschübe des Editors.

Nr. 112: Protokoll der Geheimen Staatskonferenz vom 5. September 1801 [...]

{2v} 3. Der Churfürstliche Geheime Staats und Conferenz Minister Freiherr von Montjelas eröffnete, daß der Conferenz Schluß vom 14. vorigen Monats wegen dem Verhältnüß der Militär mit den Civil-Stellen durch das Benehmen mit den beyden {3r} Directoren von Kraus und Hansen erfüllet worden, und nur noch zu bestimmen übrig bleibe, wie die Ministerial Départements mit dem Militär Justiz und Oeconomie Rath sich zu benehmen haben. Nach seiner Meynung könte dieses, so wie bey dem ehemahligen Oberkriegs Collegio, durch Rescripten um so mehr erreichet werden, als tit. von Hansen und Kraus sich bereit erkläret, mit den Landes Collegien nach dem Beyspiele des Oberkriegs Collegii mittels Communicaten und denen untergeordneten Beamten mittels Signatur zu correspondiren.

Nach diesem Vorschlage sollen die Ministerial Départements an die Militär Justiz und Oeconomie Räthe Rescripten erlaßen, wenn sie in dem Falle sind, von diesen eine Auskunft zu erforderen oder ihnen etwas bekant zu machen.

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Anmerkungen

408
Protokoll der Staatskonferenz vom 29. August 1801, TOP 4).
409
Vgl. Protokoll des Staatsrats vom 12. August 1801, TOP 6).

Faksimiles der Druckseiten: Durch Verschieben der Spaltenteiler wird das Faksimile vergrößert. Durch eine Klick öffnet sich die seitenweise Blätterfunktion.

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Verweise auf Dokumente der Edition sowie weitere Ressourcen im Web.

29Aug1801/top4
12Aug1801/top6

Registereinträge die auf die Seiten dieses Dokuments verweisen.

Orte und Sachen.

Literatur.

Erneute Fassung des Dokuments zum parallelen Lesen.

«Nr. 112: Protokoll der Geheimen Staatskonferenz vom 5. September 1801»

BayHStA Staatsrat 3, Nr. 15 3 Seiten. Unterschrift des Kurfürsten; Protokoll: Kobell.

Anwesend: Kurfürst Maximilian Joseph, Hzg. Wilhelm; Montgelas, Morawitzky, Hertling.

[MA] 1. Montgelas legt das Protokoll der Staatsrats-Sitzung vom 2. September vor, das der Kurfürst genehmigt.

2. Montgelas berichtet über die Gespräche, die er gemäß Beschluß der Staatskonferenz408 mit Friedrich Graf von Vieregg geführt habe. Vieregg weigere sich weiterhin, die ihm tauschweise angebotene Gnadenkommende Schierling (Krs. Regensburg) zu übernehmen. Vieregg solle nun durch kurfürstliches Reskript noch einmal aufgefordert werden, sich innerhalb von vier Tagen in dieser Sache verbindlich zu erklären. Im entsprechenden Fall sei dann nach den bereits gefaßten Beschlüssen weiter zu verfahren.

[416] 3. Stellung der neuen Militärgremien im Geschäftsgang der Landesadministration

Montgelas berichtet über die zwischenzeitlich ausgehandelte409 Klärung der Stellung der neuen Ratsgremien des Militär-Departements (Kriegs-Justizrat bzw. Kriegs-Ökonomierat) im Geschäftsgang der Zentral- und Landesbehörden.

{2v} 3. Der Churfürstliche Geheime Staats und Conferenz Minister Freiherr von Montjelas eröffnete, daß der Conferenz Schluß vom 14. vorigen Monats wegen dem Verhältnüß der Militär mit den Civil-Stellen durch das Benehmen mit den beyden {3r} Directoren von Kraus und Hansen erfüllet worden, und nur noch zu bestimmen übrig bleibe, wie die Ministerial Départements mit dem Militär Justiz und Oeconomie Rath sich zu benehmen haben. Nach seiner Meynung könte dieses, so wie bey dem ehemahligen Oberkriegs Collegio, durch Rescripten um so mehr erreichet werden, als tit. von Hansen und Kraus sich bereit erkläret, mit den Landes Collegien nach dem Beyspiele des Oberkriegs Collegii mittels Communicaten und denen untergeordneten Beamten mittels Signatur zu correspondiren.

Nach diesem Vorschlage sollen die Ministerial Départements an die Militär Justiz und Oeconomie Räthe Rescripten erlaßen, wenn sie in dem Falle sind, von diesen eine Auskunft zu erforderen oder ihnen etwas bekant zu machen.